. . . dieses Prinzip bildet die Grundlage für mein gesamtes Denken und Handeln, über meinen Beruf hinaus . . . und ich freue mich darüber, wenn ich immer mehr Menschen begegne, die nach den gleichen Maximen leben.

Nachhaltigkeit bedeutet auch, Erfahrungen und Wissen weiter zu geben

Jeder hat andere Möglichkeiten, Ethik und Nachhaltigkeit in seinem Alltag und Beruf umzusetzen.

Für mich bedeutet es - zum Beispiel beim Einkauf von Lebensmitteln - dass ich zunächst achtsam plane, was ich wirklich verbrauchen werde, um möglichst nichts weg werfen zu müssen. Ich teile also bewusst auf, was ich direkt beim Bauern- und Wochenmarkt oder beim Unverpackt Laden einkaufen kann. Bei meinem Einkauf aller weiteren Produkte - am liebsten beim Bio Laden, oder auch mal spontan beim kleinen, lokalen Supermarkt - kaufe ich bevorzugt Produkte, die mit Gütesiegeln wie Demeter oder Bioland zertifiziert sind.

Fair, ökologisch, sozial nachhaltig, bewusst 

und wenn möglich lokal

. . . zum Beispiel an Menschen, die bisher nicht die Chance dazu hatten, ihre Talente zu entdecken und dafür einzusetzen ihren Lebensunterhalt damit zu bestreiten. Auch wenn ich nur einen sehr kleinen Beitrag damit erziele, versuche ich, diese Idee in meinem Herzensprojekt Izandla-Zethu umzusetzen.

Dieses Projekt, das ich gemeinsam mit meinem Cousin und seiner Nonprofit Organisation masifunde in Südafrika aufgesetzt habe, stellt mich gerade in dieser Zeit vor eine besondere Herausforderungen. In der Anlaufphase war ich zwei bis dreimal im Jahr in Südafrika - mit dem Ziel, die Anzahl der Besuche nach und nach zu reduzieren.

Covid19 hat diesen Prozess extrem beschleunigt und lässt mich natürlich - wie in allen anderen Bereichen, welche durch die Pandemie betroffen sind - darüber nachdenken, was wirklich wichtig ist . . . was es wirklich braucht . . .

Digitalisierung bringt Chancen

Dieses Prinzip versuche ich beim Einkaufen aller Produkte anzuwenden... auch bei Haushaltswaren, Kleidung, Kosmetik, Möbel, und vielen anderen. Dabei gelingt es mir natürlich auch nicht immer und in allen Bereichen, das ausnahmslos umzusetzen... Diesen absoluten  Anspruch habe ich weder an mich, noch an andere Menschen. Im wesentlichen geht es darum, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten alles erhalten, was die Natur uns leiht . . . um die Ressourcen der Erde zu schonen und sie für unsere kommenden Generationen zu erhalten.

Die digitalen Möglichkeiten helfen, Kontakte zu halten, zu planen, mich mit den Teams auszutauschen... aber ich stelle fest, dass der persönliche Kontakt zu den Menschen essenziell und durch keine Zoom Konferenz ersetzbar ist.

Im Rahmen dieses Um- und Neudenkens versuche ich nun für mich heraus zu finden, was - von allem, was ich konsumiere - für mich essentiell ist... und worauf ich verzichten kann und will. Reisen und die Sehnsucht die Welt zu erleben haben mich in den letzten Jahren immer wieder in verschiedene Kulturen geführt, in denen ich neue Inspiration für mein Leben und für meine Arbeit gefunden habe. Jetzt, wo das nicht mehr möglich ist, lerne ich meine Heimat neu kennen, fühle aber, dass die Sehnsucht nicht nachgelassen hat, andere Länder zu erforschen . . .

© 2020 by Karsten Franz

Michaela Römer - sustainable fine jewelry - Fair - Nachhaltige Godlschmiede